Die Kritikerjury vergab wie folgt die Preise:
Bilderbuch:
Martin Baltscheit
“Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor” (Bloomsbury)
Die Kritikerjury: “Baltscheit
präsentiert das Thema Demenz anschaulich, mit großer
Sensibilität und ebenso viel Humor. Die rundum perfekte
Gestaltung dieses Bilderbuchs überzeugt ebenso wie die
Geschichte mit ihrer Dichte, ihrer Intensität und dem
versöhnlichen Ende.“
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Kinderbuch:
Milena Baisch (Text) und Elke Kusche (Illustrutation)
“Anton taucht ab” (Beltz & Gelberg)
Die Kritikerjury: „Der
pointensicher erzählte Roman besticht durch seine
ironische Brechung der Abenteuerheldengeschichte, seine
treffsichere und mitreißende Erzähllust.“
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Jugendbuch:
Wolfgang Herrndorf
“Tschick”
(Rowohlt Berlin)
Die Kritikerjury: „Seine scharfe
Beobachtungsgabe, seine geistreichen Schilderungen von
Menschen, Szenen und Begegnungen und sein Faible für
skurrile Situationen übergibt Herrndorf dem Ich-Erzähler
Maik. Das feine Gespür des Autors für jugendrelevante
Themen, komische Dialoge, der jugendlich-authentische
Erzählton und der bis zum filmreifen Finale konsequent
durchgehaltene Spannungsbogen machen den Roman
herausragend.“
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Sachbuch:
Alexandra Maxeiner und Anke Kuhl
“Alles Familie”
(Klett Kinderbuch)
Die Kritikerjury: „In diesem
Sachbilderbuch über Familienformen in Gegenwart und
Vergangenheit, in Deutschland und anderswo, regiert ein
Humor, der das emotionsbesetzte Thema auf die richtige
Weise angeht. Informationsgehalt, Gebrauchswert für
Vermittler, ästhetischer Genuss, Aufklärung und
Sinnlichkeit ergeben ein Sachbuch, das in keiner Familie
fehlen sollte – egal, wie sie sich zusammensetzt.“
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Der mit 8.000 Euro dotierte Preis der Jugendjury wurde vergeben an:
Ursula Poznanski
“Erebos”
(Loewe)
Nach Meinung der jugendlichen
Experten „begeistert Erebos durch seine geniale
und detailreiche Ausarbeitung und die aktuelle Thematik.
Außerdem stellt der Einfluss von Medien auf Jugendliche
den Leser nicht zuletzt vor die Frage, wie weit er
selbst für ein Spiel gehen würde.“
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Der mit 10.000 Euro dotierte Sonderpreis für das Gesamtwerk Übersetzung ging an Tobias Scheffel.
Die Sonderpreisjury begründet ihre Entscheidung wie folgt: „Dank seiner Sensibilität für Sprachrhythmus und -melodie und seiner Lust am schöpferischen Umgang mit der Sprache trifft Tobias Scheffel für jeden Text den angemessenen, authentischen Ton. Er gibt den von ihm übersetzten französischen Autoren auf diese Weise auch im Deutschen eine eigene, unverwechselbare Stimme. In seinen von äußerster Präzision und großer Kreativität geprägten Übersetzungen verschiedenster kinder- und jugendliterarischer Genres verleiht er einem bemerkenswerten Kultur- und Sprachgefühl souverän Ausdruck.“
Der Jugendleseclub ”Lesezeichen” aus Würzburg gratuliert Tobias Scheffel hierzu ganz herzlich, konnten sie ihn doch kurz vor der Preisverleihung ausführlich persönlich kennenlernen! Ganz besonderen Dank an dieser Stelle an den Gerstenberg Verlag!
Mehr über die Preisträger, Bücher und eine ausführliche Jurybegründung findet Ihr hier:
